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Die Verachtung

Le mépris

FR 1963, 105 min, Franz./OmdtU, R: Jean-Luc Godard, K: Raoul Coutard, S: Agnès Guillemot, D: Brigitte Bardot, Michel Piccoli, Jack Palance, Fritz Lang, Giorgia Moll 


Vordergründig wird vom Scheitern einer Ehe erzählt: Während der Dreharbeiten macht der Produzent der Frau des Drehbuchautors eindeutige Avancen, denen dieser nicht vehement genug entgegentritt.

Die Ehe eines Drehbuchautors (Michel Piccoli) zerbricht bei den Arbeiten zu einem Film über die Irrfahrten des Odysseus. Der von den „Nouvelle-vague-Leuten“ hoch verehrte Fritz Lang spielt sich selbst als Regisseur. Die Frau (Brigitte Bardot) des Drehbuchautors schöpft Verdacht, dass er sie an den amerikanischen Produzenten (gespielt vom Amerikaner Jack Palance, einem der begehrtesten Gangsterdarsteller des Hollywood-Kinos der 50er Jahre) verkuppeln möchte, um sein Skript lancieren zu können. Der Film (in Cinemascope) ist Godards Ausflug in das große Kino und natürlich zugleich, wie alle seine Filme, eine Reflexion über das Kino. Er ist aber auch Ausdruck von Godards Verachtung für die Filmindustrie Hollywoods und der kommerziellen Ausbeutung des Films überhaupt. Andererseits zeigt Le Mépris aber auch seine Liebe zur Kunst, Filme zu machen und Filme zu sehen.

Nächste Spieltermine:

Di. 10. März 20.00 Uhr OmU Movie 2
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Programmänderungen (auch Saalwechsel) vorbehalten.
Die Verachtung
Moviemento-Programmzeitung
Nr 266 - März 2011